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Vom Jünglings- zum Sportverein
Im März 1911 gründeten sportbegeisterte junge Menschen aus dem katholischen Jünglingsverein 'Herz-Jesu' Hordel eine selbständige Turnabteilung, der am 22. Oktober 1911 innerhalb des Dekanats Wattenscheid die offizielle Gründung folgte. Nach Gründung der Deutschen Jugendkraft durch Carl Mosterts im Jahre 1920 trat auch die Turnabteilung der katholischen Jünglingsvereinigung dem Verband bei, sie gab sich den Namen 'DJK Turn- und Sportsfreunde 1911', dessen erster Vorsitzender Lehrer Kinzel war. Im Jahre 1934 durch die Nationalsozialisten verboten, fanden sich 1947 viele alte Jugendkraftler zur Neugründung im Lokal 'Gräwe' ein. Hermann Füser wurde der erste Vorsitzende nach dem Krieg. Turnen, Handball, Leichtathletik und ab 1950 Tischtennis waren die Sportarten im Verein.
Schwierigkeiten im Vorstand führten 1952 fast zur Auflösung, die jedoch von den Mitgliedern der Tischtennisabteilung verhindert wurde. Als neuer Vorsitzender übernahm Anton Feldewerth die Vereinsleitung
Es begann 1959 mit einigen fußballbegeisterten Leuten, Jugendliche und Senioren machten mit je einer Mannschaft Freundschaftspiele mit anderen DJK–Vereinen. 1960 wurde eine Fußballabteilung gegründet, deren erster Fachwart Manfred Johannig war. Zu Beginn des Jahres 1968 konnte die DJK-Ringgemeinschaft ihren eigenen Spielbetrieb nicht mehr gewährleisten, so daß die einberufene außerordentliche Mitgliederversammlung sich für den Beitritt zum Westfälischen Fußball- und Leichtathelitkverband entschied.
Im gleichen Jahr wurde der ehemalige Tischtennisspieler Willi Wiegand zum Priester im Dominkaner-Orden geweiht.
Einige nicht mehr lebensfähige Abteilungen Turnen, Handball und Leichtathletik traten in den Hintergrund oder wurden aufgelöst, andere Fachschaften nahmen ihren Platz ein. Hierzu gehörte 1971 neben der Tischtennis-Damen-Abteilung unter Doris Bremer die Abteilung 'Mutter und Kind', die von Renate Scheele geleitet wurde.
Während die Tischtennisdamen den Spielbetrieb schon bald wieder aufgaben, wurde die Abteilung 'Mutter und Kind' immer größer und blickt im Jubiläumsjahr 1986 auf ein 15-jähriges Bestehen zurück. Dies ist sicher auch ein Verdienst ihrer Fachwartin Martha Ebbers, die diese Aufgabe vor zehn Jahren übernommen hat.
Auch die Alt-Herren-Abteilung verstärkte ab 1975 den Spielbetrieb. Die in die Jahre gekommenen Fußballer, traten nicht nur mit guten sportlichen Leistungen sondern auch durch Kameradschaft und Vereinsarbeit hervor. Die Errichtung einer Flutlichtanlage 1977 auf unserem Sportplatz bedeutete für den Verein eine wesentliche Verbesserung des Trainingsbetriebes für die Mannschaften der Fußballabteilung. Der Erfolg zeigte sich 1979. Unter ihrem Trainer Winfried Meuser gelang der ersten Seniorenmannschaft der Aufstieg in die erste Kreisklasse (heute Kreisliga A). Wer erinnert sich nicht gern an die packenden Spiele daheim und beim Gegner, an die Begeisterung der Hordeler Zuschauer und an die Freude beim Erreichen des Zieles.
Präses Pastor Beule stand dem Verein 20 Jahre unermüdlich zur Seite und mußte 1979 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt an Pfarrer Eggemann, der leider viel zu früh verstarb, übergeben. Eine Satzungskommission erarbeitete 1980 eine neue Satzung, die durch Anordnung des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes erforderlich wurde. Die Vereinsmitglieder nahmen in der Jahreshauptversammlung 1981 die neue Satzung einstimmig an; es folgte im Jahre 1982 die Eintragung ins Vereinsregister.
Unabhängig von der Flutlichtanlage, die schon genannt wurde, können wir stolz über die weitere Entwicklung am Sportplatz berichten.
Die Stadt Bochum ließ 1983 dem Verein neue Umkleideräume errichten, die den Mannschaften jetzt normale hygienische und sanitäre Bedingungen für Sport und Training boten. Wer 1983 als Zuschauer den Weg zum Sportplatz fand, konnte feststellen, daß schon wieder bauliche Veränderungen stattgefunden haben. Der Platzkassierer hat einen regensicheren Unterstand. Außerdem wird für die Zuschauer am Kaffee- und Getränkestand gesorgt. Die Kosten für diese Baumaßnahmen wurden vom Verein getragen und durch die vielen freiwilligen Helfer gering gehalten. Diesen fleißigen 'Heinzelmännchen' sei an dieser Stelle nochmals gedankt.
Das Ziel am 'Vatertag' ist für viele Familien inzwischen der Sportplatz in Hordel geworden. Hier wird seit 1983 die Vereinsmeisterschaft im Fußball ausgetragen. Die erste Vereinsmeisterschaft im Tischtennis erfolgte bereits im Jahre 1951, damals noch in den Räumen unter der Herz-Jesu-Kirche. Ohne Unterbrechung wird seitdem jährlich der Vereinsmeister ermittelt, früher am Buß- und Bettag seit einigen Jahren ständig am 3. Oktober in der Hordeler Turnhalle.
Die 1960 neu gegründete Fußballabteilung blickte 1985 auf ihr 25-jähriges Bestehen zurück. Das Jubiläum wurde sportlich und gesellig gefeiert. In dieser Festwoche war gleichzeitig das 10-jährige Bestehen der Altherrenabteilung eingeschlossen. Im gleichen Jahr vergrößerte sich die Fußballabteilung durch eine Damen-Fußballmannschaft, die ab 1986 um Meisterschaftspunkte spielte. Erstmals im Januar 1986 führte der Verein mit großem Erfolg ein Hallen-Fußballturnier in eigener Regie in der Sporthalle am Lohring in Bochum durch. Jeweils 16 Altherren- und Altligamannschaften spielten an einem Wochenende um die ausgesetzten Preise, wobei die Altligamannschaft sogar das Endspiel erreichte und nur knapp unterlag.
Im Sommer 1986 wurde das 75-jährige Vereinsjubiläum gebührend begangen; Fußballturniere, Festakt mit Jubilarehrung und Gala-Abend im evangelischen Gemeindehaus fanden statt. Die 1. Tischtennis-Mannschaft erreichte den Aufstieg in die 1. Kreisliga.
Viele Jahre waren wir im Vereinslokal 'Heidekrug' gut aufgehoben. Nach dem Ausscheiden der Eheleute Naurath erfolgte der Wechsel zum 'Heideröslein' Inhaber Bernhard Wirtgen. Im gleichen Jahr erfolgte die Planung und Grundsteinlegung des Vereinsheims auf dem Sportplatzgelände.
Mit der feierlichen Eröffnung im Frühjahr 1987 sollte ein lang gehegter Wunsch des Vorstandes und der Mitglieder des Vereins in Erfüllung gehen. Durch den Bau des neuen Vereinsheimes (Jugend- und Begegnungsstätte) wurde für die nächsten Jahre ein Markstein gesetzt. - Dank des unermüdlichen Einsatzes des Vorstandes und vieler fleißiger Helfer. Hier entstand nun das neue Vereinslokal, der Treffpunkt der ganzen Vereinsfamilie und vieler Hordeler Bürger.
Nur einen Monat später, im Mai 1987, gelang der 1. Fußballmannschaft der Aufstieg in die Bezirksliga. In einem echten 'Endspiel' mußte man im letzten Treffen der Saison als Tabellenführer zum Zweiten Teutonia Riemke, der nur einen Punkt zurücklag. Nach spannendem und dramatischem Spiel gelang der Mannschaft von Trainer Ulrich Seidel ein verdientes 1:1 ,und sie erreichte vor der Rekordkulisse von ca. 700 Zuschauern am Riemker Schrebergarten den Aufstieg.
In den folgenden Jahren gab es eine stetige Aufwärtsentwicklung der einzelnen Abteilungen: 1989 erlebte die Tischtennis-Abteilung ihren großen Aufschwung, die 1. Mannschaft stieg in die Bezirksliga und die 2. Mannschaft in die Kreisklasse auf.
Die Fußballabteilung hatte auch zweimal einen Aufstieg zu verzeichnen: Die Fußball-Damen in die Bezirksliga, die zweite Senioren-Mannschaft in die Kreisliga B. Zudem vergrößerte sich die Altherrenabteilung mit einer Altligamannschaft.
Ebenfalls im Jahre 1989 erfüllte sich ein langgehegter Wunsch aus Kreisen der Frauen unseres Vereins: Gründung der Abteilung Breitensport (Gymnastik, Ballspiele, Jogging). Nach kurzer Zeit hatte die Abteilung über 40 aktive Mitglieder und ist seitdem ein belebendes Element in unserem Verein.
Auch die Fußballjugend entwickelte sich weiter positiv. In ihrem 25. Jahr wurde sogar ein Kleinbus angeschafft. Jedes Jahr macht die Abteilung durch die 'Jugendewerbetage' auf sich aufmerksam.
Seit 1990 existiert auch wieder eine Jugend-Tischtennisabteilung. Erfreulicherweise hatte sich eine TT-Jungen-Mannschaft gebildet, die kurz darauf den Spielbetrieb aufgenommen hat.
1989 mußte Präses Pfarrer Eggemann aus Gesundheitsgründen sein Pfarramt abgeben, neuer Präses wurde Pfarrer Pawlega. Inzwischen beging die Abteilung 'Mutter und Kind '(MUKI) 1991 bereits ihr 20-jähriges Bestehen.
Im Rahmen des Jubiläumsjahres sind 1991 Fußballturniere für Jugend, Senioren, Alte Herren und Altliga-Mannschaften durchgeführt worden. Den Abschluß des Jubiläumsjahres bildete der Ball im evangelischen Gemeindehaus am 19. Oktober dieses Jahres.Die Entwicklung der 1. Fußball-mannschaft ging weiter stetig voran. 1992 erreichte man den Aufstieg in die Landesliga. Im gleichen Jahr stellte die Damenfußballmannschaft leider ihren Spielbetrieb wieder ein, wobei die zuvor gebildete Mädchenmannschaft noch einige Jahre bis 1994 weiterspielte,aufgrund fehlender Zukunftsperspektive mußte sie dann aufgelöst werden.
Die Fußball-Jugendabteilung expandierte weiter und wurde 1992 für ihre gute Jugendarbeit vom Kreis Bochum mit dem Preis der "Sepp-Herberger-Stiftung" ausgezeichnet. Eine bauliche Veränderung auf dem Sportplatzgelände erfolgte durch die Neubauten von Cafeteria und Kassenhaus in Eigeninitiative.
Inzwischen wurde der alte Aschenplatz und das kleine Umkleidegebäude zu einem immer größer werdenden Problem. Durch Streichung bzw. Fehlen öffentlicher Gelder, verzögerte sich ein Umbau und sogar die Instandsetzung der Anlage immer wieder. Endlich konnte durch einen Kraftakt zwischen der Stadt Bochum, unserem Verein und Sponsor Heinrich Müntefering der Sportplatzumbau realisiert werden. Im Mai 1993 begann der Neubau des Kunstrasenplatzes, es folgten die Umrandungen, die neue Flutlichtanlage und endete mit dem Neubau einer Zuschauertribüne. Diese neue, schmucke Anlage wurde im September 1993 offiziell übergeben. Gleichzeitig liefen die Planungen zur Hochbaumaßnahme "Sozialtrakt und Geschäftsräume". Auch dieses Vorhaben konnte nur durch die Zusammenarbeit zwischen Verein, Stadt Bochum und Sponsor verwirklicht werden. Seit der Fertigstellung im Herbst 1995 kann der Verein das neue Gebäude mit Umkleide-, Club- und Geschäftsräume, welches im Raum Bochum seinesgleichen sucht, nutzen.
1994 erreichte die Fußballabteilung weitere große Erfolge. Die 1. Mannschaft führte lange die Tabelle der Landesliga an, wurde aber zum Schluß von 3 Mannschaften eingeholt. In einer spannenden Aufstiegsrunde erreichte man den Aufstieg in die Verbandsliga Westfalen. Die 2. Mannschaft schaffte im gleichen Jahr den Aufstieg in die Kreisliga A. Die Saison 1994/95 verlief sehr turbulent. Nach gutem Start geriet die 1. Mannschaft in akute Abstiegsgefahr. Ein Trainerwechsel löste eine Krise mit Rücktritt des geschäftsführenden Vorstandes aus. Am Ende der Saison konnte jedoch der Abstieg durch eine erfolgreiche Aufholjagd vermieden werden. Um so erfreulicher verlief das folgende Spieljahr 1995/96. In überlegener Manier wurde die 1. Mannschaft Meister der Verbandsliga Westfalen und stieg in die Amateuroberliga auf.
In der TT-Abteilung ging es in den letzten 5 Jahren auf und ab. Die 1. Mannschaft pendelte stetig zwischen Kreisliga und Bezirksklasse hin und her. Zuletzt stieg man 1996 wieder in die Bezirksklasse auf, die 2. Mannschaft schaffte den Aufstieg in die Kreisklasse. Die Abteilung Mutter und Kind feiert 1996 ihr 25jähriges Jubiläum. Die Altherrenabteilung bestand 1995 bereits 20 Jahre und hat sich weiter vergrößert. Nachdem 1994 eine Super-Altliga ihren Spielbetrieb aufnahm, spielt die Altherrenabteilung nun mit 3 Mannschaften: Alte- Herren, Altliga und Super-Altliga. Die Abteilung Breitensport, in welcher unsere weiblichen Mitglieder Sport treiben, ist in den letzten Jahren weiter gewachsen. Inzwischen zählt diese Abteilung ca. 75 Personen. Auch die Fußball-Jugendabteilung war in den letzten Jahren weiter erfolgreich. Alle Mannschaften zählen mittlerweile zu den spielstärksten im Kreis Bochum. Die A-Jugend schaffte 1996 sogar den Aufstieg in die überregionale Bezirksliga. Aufgrund der stark veränderten Struktur unseres Vereins, war eine Überarbeitung der Satzung erforderlich. Eine Satzungskommision überarbeitete 1995 die bisherige Satzung. Diese wurde 1996 von der Mitgliederversammlung genehmigt.
Das 85jährige Vereinsbestehen feierte der Verein, verbunden mit den Aufstiegsfeiern der 1. Fußballmannschaft und den beiden TT-Mannschaften, am 19.10.1996 im Volkshaus Röhlinghausen. Aufgrund der sportlichen Erfolge im Bereich Fußball, insbesondere der 1. Mannschaft und der Jugendmannschaften, ist ein starker Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Zur Zeit zählt unser Verein über 800 Mitglieder. Darauf können wir stolz sein. Mit dem entsprechenden personellen Umfeld wollen wir die kommenden Jahre erfolgreich gestalten.
Nach dem Aufstieg 1995/96 der 1. Mannschaft in die Amateur-Oberliga spielt diese seit nunmehr 5 Jahren in dieser Klasse. Der Vereinsname Hordel reiht sich ein neben Namen wie Schalke 04 Am., Borussia Dortmund Am., VfL Bochum Am., SG Wattenscheid 09 Am., SV Sodingen, Westfalia Herne, SC Paderborn, FC Gütersloh, usw. Es fehlen natürlich die fananziellen Mittel, um in diesem Reigen ganz groß mitzuspielen. Unsere Ambition ist, eine gute Rolle zu spielen, unseren Jugendlichen eine Perspektive aufzuzeigen, und unseren Mitgliedern, Freunden, Zuschauern und Sponsoren guten und ansehbaren Sport zu präsentieren.
Die A- und B-Jugendmannschaften spielen inzwischen überregional in den hohen westfälischen Klassen. Insgesamt 17 Mannschaften (11 Jugend- und 6 Seniorenmannschaften) spielten bisher auf unserem einzigen Platz.
Im Jahre 1997 schloß sich der bis dahin eigenständige Schachverein "Schachfreunde Hordel" als Abteilung unserem Verein an. Die Schachabteilung zählt ca. 40 Mitglieder. Der Vorsitzende des Schachvereins wurde Abteilungsleiter Schach in unserem Verein und ist voll stimmberechtigtes Mitglied des Vorstandes.
Ebenfalls 1997 wurden auf dem Sportplatz 3 Blockhütten errichtet, welche durch Verkauf von Speisen und Getränken, sowie von Fanartikeln eine finanzielle Entlastung unseres jährlichen Haushalts bringen soll.
Es war Zeit, einen weiteren Punkt unserer mittelfristigen Planung in Angriff zu nehmen, der da hieß: Sportstättenerweiterung. Während der Ausbau des ersten Platzes mit Kunstrasenbelag, Tribüne usw., durch unseren Sponsor und durch die Stadt Bochum finanziert wurde, der Hochbau fast ausschließlich durch unseren Sponsor allein finanziert wurde, war jetzt der Verein gefordert, den nächsten Schritt zu tun. Die Stadt Bochum als Träger der Gesamtsportanlage sieht sich auch mittelfristig nicht in der Lage, einen 2. Sportplatz zu bauen. Nach einer detaillierten Finanzplanung, sowie verschieden Anträgen für Zuschüsse beim Land NRW, dem LSB, dem FLVW und natürlich Spendenzusagen unserer Sponsoren, hat der Verein neben der bestehenden Sportplatzanlage ein Grundstück von der Stadt Bochum in Erbpacht genommen, und in 8monatiger Bauzeit einen 2. Sportplatz errichtet. Die Stadt Bochum hat in einer offiziellen Stellungnahme die Initiative des Vereins sehr begrüßt und als Modell hervorgehoben. Insbesondere begrüßt die Stadt Bochum die Eigeninitiative des Vereins zur Verbesserung der sportlichen Infrastruktur im Stadtteil Bochum-Hordel. Auch diese Maßnahme, welche zwar vom Verein geplant und durchgeführt wird, ist ohne das Engagement unseres Sponsors Heinrich Müntefering nicht durchführbar.
Der Sportplatzneubau wurde im Herbst 2000 begonnen. Im Zuge der Neubaumaßnahme des Sportplatzes wurde ebenfalls die Durchgangsstraße von der Sechs-Brüder-Str. in Richtung Eickel (bis zum Hüllerbach) unter Mithilfe der Bezirksvertretung Bochum-Mitte neu gestaltet. Damit profitieren die Hordeler Bürger welche sich in Richtung Eickel bzw. SGV-Heim bewegen vom Neubau des Sportplatzes.
Im Jahre 2000 wurde leider die Abteilung Tischtennis aufgelöst. Damit ist wieder eine der ersten Sportarten, welche in unserem Verein betrieben wurden, verschwunden.
Im Oktober 2000 verstarb der Pächter unseres Vereinsheims. Erforderliche Renovierungsarbeiten sowie Konzessionsprobleme sorgten dafür, dass das Vereinsheim für fast 10 Monate geschlossen war. Ein großer Teil des Vereinslebens spielte sich extern ab. Viele Mitglieder orientierten sich in andere Richtungen.
Unsere Mitgliederzahl im Jubiläumsjahr 2001 pendelt zwischen 750 und 780 Mitgliedern.
Der Rückgang ist zurückzuführen auf die Abmeldung der TT-Abteilung, auf das geschlossene Vereinsheim, auf die sportliche Situation einzelner Abteilungen.
Parallel zum Umbau des Vereinsheims wurde der Zwischentrakt zwischen Vereinsheim und Hochbau von unserem Sponsor ausgebaut. Für die Gaststätte mit Zwischenbau wird zur Zeit ein Pächter gesucht, welcher diese attraktiven Räumlichkeiten im Sinne des Vereins und unseres Sponsors bewirtschaften kann. Die Neueröffnung ist für September 2001 vorgesehen.
Die 2. Mannschaft, im Jahre 2000 aufgestiegen zur Landesliga, musste 2001 leider wieder den Weg zurück in die Bezirksliga antreten. Die Anforderungen für die durchwegs jungen Spieler war in der Landesliga scheinbar zu hoch.
Im August 2001 fand das A-Jugend-Turnier "RUHRPOKAL" zum 4. Mal in Hordel statt, diesmal verbunden mit der Eröffnung des neuen Platzes. Bei diesem Turnier messen sich die besten A-Jugendmannschaften unseres Einzugsgebietes an einem langen Wochenende. An diesem Turnier nahmen bisher Vereine wie VfL Bochum, Borussia Dortmund, SG Wattenscheid 09, Schalke 04, Rot-Weiss Essen, Schwarz-Weiss Essen, in diesem Jahr erstmals Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf, u.v.a. teil. Dieses Turnier genießt in der Umgebung und in der Fachwelt einen außerordentlich guten Ruf. Gesponsort wird das Turnier von namhaften Firmen aus dem Umfeld des Verein, allen voran die Stadtwerke Bochum.
Am 22.September 2001 feierte der Verein sein 90jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlaß fand im Kulturzentrum Herne eine große Jubiläumsgala statt. Viele Stars garantierten ein Programm der Extraklasse. Vertreter aus Sport und Politik nahmen an der Veranstaltung teil.
Der Verein „Schachfreunde Hordel“, welcher 1997 als Abteilung Schach in unseren Verein integriert wurde, machte sich 2002 wieder selbstständig. Damit verloren wir ca. 35 Mitglieder. Unser Gesamt-Mitgliederstand blieb durch starke Zuläufe in der Jugendabteilung jedoch konstant. Er beträgt ca. 720 Mitglieder.
Nach 7 Jahren Zugehörigkeit zur Oberliga Westfalen, endet im Mai 2003 die sportlich erfolgreichste Epoche unserer Vereinsgeschichte mit dem Abstieg der 1. Fußballmannschaft aus der Oberliga in die Verbandsliga.
Bei der Mitgliederversammlung 2004 machte Bernd Vogelsang nach mehr als 35jähriger Vorstandsarbeit Platz für die jüngere Generation. Ende 2004 tritt Hermann Päuser aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des 1.Vorsitzenden zurück.
Die A1-Junioren spielen in der Westfalenliga und belegen einen Platz im oberen Tabellendrittel. Die A2 und B2-Junioren werden Meister in ihren Gruppen und steigen in die höhere Klasse auf.
Im Jahr 2005 feierte die Abteilung Fußball - Alte - Herren ihr 30jähriges Bestehen.
Der Zuschauerschwund durch den sportlichen Rückschritt, die Aufkündigung einiger Sponsoren-Partnerschaften und diverse andere Dinge führten zu finanziellen Engpässen. Der Mitgliederstand reduzierte sich auf 670 Mitglieder.
Im Jahre 2006 besteht der Verein 95 Jahre. Ob Feierlichkeiten durchgeführt werden ist noch offen. Maßhalten und Sparen hat im Moment oberste Priorität.
28.02.2006 / Bernd Vogelsang
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